Neue Entscheidung für Corona-Impfungen

Bislang wurde entschieden, das Astra-Zeneca Präparat für unter 65-Jährige für die Corona-Impfungen zu nutzen. Am gestrigen Dienstag, dem 30.03.2021, haben sich die Gesundheitsminister jedoch entschlossen, dass nur noch Menschen ab 60 Jahren diesen Impfstoff verabreicht bekommen sollen. Menschen, die unter 60 Jahren alt sind, können sich weiterhin mit dem Impfstoff impfen lassen bei individueller Risikoanalyse und sorgfältiger Aufklärung ihres Arztes.


Doch was ist der Grund hinter dieser Entscheidung?

2 Millionen Menschen in Deutschland haben bereits ihre erste Impfung mit Astra Zeneca erhalten. Experten wiesen bei 31 Fällen auf Sinusvenenthrombosen hin, nach der Impfung mit Astra Zeneca. 9 von den Fällen endeten tödlich, Frauen waren häufiger betroffen. Noch ist unklar, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen den Sinusvenenthrombosen und der Impfung vorliegt. Ein Nachweis existiert Stand jetzt nicht, es wird jedoch weiter untersucht, um dies aufzuklären. In Großbritannien gab es bis Mitte März vier Fälle von Hirnvenenthrombosen, wovon kein Fall tödlich ausgegangen ist. Hier wird die Impfung mit Astra-Zeneca nicht pausiert, da die Zahl der Fälle sich nicht stark unterscheidet von Blutgerinnsel, die auf natürliche Weise auftreten.

In Deutschland möchte man jedoch kein Risiko eingehen. Voraussetzung für die Nutzung des Impfstoffes ist, dass man ihm vertrauen kann. Da dies nicht zu 100% der Fall ist, wurde die Empfehlung von gestern getroffen.


Wie geht es nun weiter?

Im Jahr 2021 rechnet man mit Lieferungen, die insgesamt mehr als 56 Millionen Dosen von Astra-Zeneca beinhalten. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich dafür aus, dass jüngere Menschen Biontech erhalten, Astra Zeneca soll bei älteren Menschen eingesetzt werden.


Quelle: Frankfurter Allgemeine

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