Stressmanagement zu Zeiten der Coronapandemie

Die Coronapandemie begleitet uns nun seit einem Jahr. Insbesondere in der Pflege beeinflusst sie die psychische Belastung von Arbeitskräften. Jeder Mensch ist unterschiedlich bei der Anfälligkeit von psychischer Belastung. Stressmanagement ist hier von hoher Bedeutung.


Zu Beginn der Coronapandemie wurden Ärzte und Pflegekräfte auf eine sehr intensive Probe gestellt, von ihnen wurde eine kurzfristige Bewältigung gefordert in der aktuellen Situation, da sich das Coronavirus innerhalb kürzester Zeit rapide verbreitet hat. Die verfügbaren Kräfte wurden mobilisiert, um diese Situation in den Griff zu bekommen. Wie wir alle wissen betrifft uns die Coronapandemie ein Jahr später aber immer noch. Die kurzfristige Bewältigung wurde zu einem Marathon gegen die Bekämpfung des Virus. Viele Arbeitende haben ihre Kräfte in dieser intensiven Zeit nahezu aufgebraucht. Dies führt dazu, dass die Belastung sowohl ihre psychische Stabilität als auch ihre psychische Gesundheit beeinflusst. Viele Arbeitskräfte fallen durch Krankheiten aus, was zu einer erhöhten Belastung der einsatzfähigen Arbeitenden führt.

Impfungen stellen eine Hoffnung dar, dass die Welt, in der wir leben sich wieder normalisiert. Dennoch ist Stand jetzt kein Ende der Coronapandemie in Sicht. Dies stellt ein großes Problem dar, da dies die Psyche langfristig beeinflusst.

Wichtig ist, dass die Wirksamkeit des eigenen Handelns gestärkt wird. Die Einstellung ist besonders wichtig, an sich selbst zu glauben. Man muss überzeugt sein von seinen eigenen Kompetenzen und versuchen positiv zu denken. Dies hilft enorm bei der Ausdauer und Umsetzung von Aufgaben. Des Weiteren soll es die Anfälligkeit von Depressionen vermindern und die Anerkennung steigern im Berufsleben.

Wenn Sie selbst unter Belastungen stehen, ist es essenziell, sich bewusst zu machen, warum Sie sich belastet fühlen. Stellen Sie sich unterschiedliche Fragen: „Wo erfahren Sie dieses Gefühl am häufigsten?“ oder „Was würde Ihnen helfen in diesen Situationen?“. Erkennen Sie die Probleme und versuchen Sie selbst Lösungsansätze zu finden. Bewerten Sie diese Lösungsansätze auf Basis der Realisierbarkeit und setzen Sie realisierbare Ansätze um.

Um eine positive Einstellung aufrecht zu erhalten, ist es hilfreich sich an positiven Punkten festzuhalten. Stellen Sie sich beispielsweise eine Liste auf, in der Sie positive Momente aus Ihrem Arbeitstag sammeln. Was lief zum Beispiel gut heute? Gab es positive Gespräche mit Patienten beispielsweise?

Für Führungskräfte ist es außerdem wichtig, persönlichen Kontakt mit ihren Mitarbeitenden zu suchen. Zeigen Sie ihnen, dass sie wahrgenommen werden und dass Sie hinter ihnen stehen in dieser schwierigen Zeit. Schrecken Sie nicht davor zurück, die Mitarbeitenden wöchentlich nach ihrem Empfinden über ihre Belastbarkeit zu fragen. Dies kann sehr helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und Lösungen zu erarbeiten.


Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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