Wie ist der Unterricht für auszubildende Pfleger*innen?

Seit über einem Jahr findet aufgrund der Corona–Pandemie nahezu kein Präsenzunterricht mehr an Schulen statt. Dies fordert von Schülerinnen und Schülern sowie von Lehrerinnen und Lehrern eine hohe Flexibilität und Organisationsarbeit. Der Unterricht findet über Onlineplattformen wie Zoom oder Microsoft Teams statt. Arbeitsaufträge, Gruppenarbeiten und Hausarbeiten müssen online organisiert und verteilt werden. Die Auswertung der Lehrenden und das Feedback finden ebenso virtuell statt.


Aufgrund der aktuellen, sich bessernden Lage und der Impfungen ist es nun teilweise möglich, dass einige Klassen wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren dürfen. Nun muss man jedoch den Spagat zwischen virtuellen und normalen Klassenzimmern meistern.


Der Online-Unterricht hat nämlich auch positive Seiten mit sich gebracht. Norbert Stolzenberg, Stellvertreter in Bad Megentheim (ein Bildungszentrum für Pflegende), berichtet von einer Live – Schalte in die Welt. Dort wurden ehemalige Auszubildende, die heute in anderen Ländern arbeiten, zugeschaltet. Der Austausch war für die Auszubildenden sehr interessant und zeigte ihnen die Perspektiven des Pflegeberufes auf. Dies wäre in einer Präsenzveranstaltung in dieser Form nicht zu ermöglichen.


Auch für Weiterbildungen für Fachkräfte hat man bemerkt, dass diese auch virtuell sehr gut funktionieren. Lediglich für die Prüfung muss man noch vor Ort anwesend sein. Dieses Prinzip soll auch nach Corona beibehalten werden, damit Pflegende mit Kindern und wenig freier Zeit, die Zeit finden können Weiterbildungen wahrzunehmen.


Obgleich hat der Online-Unterricht seine Grenzen. Besonders in der Pflegeausbildung geht es viel um Beziehungsarbeit. Es wird mit und für Menschen gearbeitet, da ist die Kommunikation gerade auch von Angesicht zu Angesicht sehr wichtig. Der Lehrplan sieht außerdem vor, bestimmte Handgriffe anwenden zu können oder sich mit Rollenspielen auf bestimmte Situationen vorzubereiten. Dies ist in einem virtuellen Klassenzimmer begrenzt bis gar nicht möglich.


Die größten Kritiker des virtuellen Unterrichts sind aber die Auszubildenden selbst. Ihnen fehlt ein normaler Alltag, das Klassengefühl und den Kontakt mit anderen Menschen.


Wie lange die Auszubildenden noch online unterrichtet werden müssen ist noch nicht abzusehen. Es ist jedoch ein Aufwärtstrend zu sehen, welches Hoffnung auf einen ,,normalen“ Alltag für Auszubildende in der Pflege macht.


Quelle: MainPost

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