Corona-Neuinfektionen

Seit Januar sanken die Infektionszahlen kontinuierlich bis Mitte Februar ab. Ab Mitte Februar jedoch nahmen die Anzahl der Neuinfektionen erneut wieder zu. Am 24. März gab es laut dem Robert-Koch-Institut 22.657 Neuinfektionen. Solch ein hoher Anstieg wurde seit dem 9. Januar nicht mehr erreicht. Eine Woche vorher lag die Zahl neuer Fälle bei 17504, zudem starben an diesem Tag 227 Menschen an dem Coronavirus. Betrachtet man die Sieben-Tage-Inzidenz, erkennt man einen Anstieg von 108,1 auf 113,3.

Dies hat zur Folge, dass kontrovers diskutiert wird, welche Maßnahmen nun durchgeführt werden müssen. Die Meinung sind hier zwiegespalten: RKI-Chef Lothar Wieler sieht keinen Weg dran vorbei an einen weiteren Lockdown. Er sieht keine Alterative zu der Idee eines erneuten Lockdowns.

Klaus Reinhardt, Bundesärztekammer-Präsident, sieht hier jedoch eine große Gefahr. Er weist auf die Psyche der Menschen hin. Ein erneuter Lockdown hat erhebliche Auswirkungen auf die Psyche der Menschen. Ein erneuter Lockdown würde die Menschen stark beeinflussen in ihrem Alltag. Die Gesellschaft leidet unter dem „monatelangen Jo-Jo-Dauerlockdown.“

Klaus Reinhardt appelliert, dass es erfolgreiche Ansätze gibt, wie man die Neuinfektionen ohne einen Lockdown verringern kann. Er weist auf die Stadt Rostock hin, in der viel mit Schnelltests und lokalen Lockerungen gearbeitet wird.

Das Saarland steigt nach den Oster-Feiertagen aus dem Corona-Lockdown aus. Hier sollen ab dem 6. April die Außengastronomie, Fitnessstudios und Kinos wieder eröffnen, unter der Voraussetzung eines tagesaktuellen negativen Schnelltests. Ab dem 18. April sollen es zudem weitere Öffnungsschritte geben, zum Beispiel in der Gastronomie.

Wir sind gespannt, ob dieses Modellprojekt im Saarland umsetzbar ist. Hier ist anzumerken, dass das Saarland bundesweit eines der niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenz aufweist, mit aktuell um die 70.



Quelle: Tagesschau

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